über mich

Mein Leben und ich… oder: warum ich so geworden bin, wie ich heute bin… 😉

Alles fing an im Jahre 1978

[dropcap]A[/dropcap]ls ich im Jahre 1978 das Licht der Welt erblickte, da wußte ich selber noch nicht so richtig was ich einmal werden möchte… also entschloss ich mich zuerst einmal mit dem wachsen loszulegen und mir über den Rest später Gedanken zu machen.

Markus_Krabbelnd
Meiner einer bei den ersten Bewegungsübungen. 😉

Ich wurde in eine Welt geboren, die noch in Ordnung war: 3 Fernsehprogramme… keine Handys (und schon gar keine Smartphones)… kein Internet… Herrlich! Obwohl: als Säugling interessierte mich Technik reichlich wenig. Brummkreisel waren viel interessanter!

Der Besuch eines katholischen Kindergartens wurde von mir recht gut weggesteckt… so weit ich mich daran heute noch erinnern kann. 😉 Im Kindergarten weiß man ja leider noch nicht, daß es ab der Schule stressiger wird… die Tage kürzer… die Probleme größer… aber davon später mehr…

1984 – 1988: Besuch der kath. Grundschule Hückeswagen

markus_einschulung
Ein stylischer Gips zur Einschulung…

Der Schuleintritt war geprägt von einer etwas „unsauberen“ Handschrift beim Versuch die ersten Wörter und Sätze eigenständig zu schreiben… kein Wunder: kurz vor der Einschulung hatte ich mir ja auch meinen rechten Arm gebrochen (Elle und Speiche). Eine Einschulung mit Gips macht unglaublich viel Spaß… kann ich nur jedem empfehlen. 😐 Dies wird auch der Grund dafür sein, daß ich heutzutage gelegentlich eine „Sauklaue“ an den Tag lege. *schmunzel*.

4 Jahre durfte ich die Grundschule besuchen und habe viele schöne und auch nicht so schöne Tage dort erleben dürfen. Meine Leistung im Bereich der Hausaufgaben ließ dort schon gelegentlich zu Wünschen übrig… was mich nicht interessierte, machte ich halt nur widerwillig bis gar nicht. Heutzutage wäre ich in dem Punkt schlauer.

kathgrundschulehw
Die Kath. Grundschule in Hückeswagen.

Als die Schulzeit an der Kath. Grundschule zu Ende ging, wurden auch „Empfehlungen“ für die weiterführenden Schulen von unserer Klassenlehrerin gegeben. Auf meinem Abschlußzeugnis stand: „Die Lehrerin empfiehlt den Besuch der Hauptschule…“.

Nun ja… damit lag sie „fast“ richtig. 😀

1988 – 1994: Besuch der Städt. Realschule Hückeswagen

Schule-1956
Städt. Realschule Hückeswagen

Die schönsten Jahre waren sicherlich (für mich) die Jahre an der Städt. Realschule in Hückeswagen. Könnte auch daran gelegen haben, daß ich dort meiner Passion nachgehen konnte… im 9. und 10. Schuljahr hatten wir Informatik-Unterricht. 😀

An „harten“ Tagen hatten wir 6 Stunden Unterricht. Da ging der Tag dann von 8 Uhr morgens bis 13:15 Uhr und man schlich „erschöpft“ nach Hause. Heutzutage würde ich mich um solche Arbeitszeiten prügeln… 😉

Ich erinnere mich gerne an Klassenfahrten nach Bad Kreuznach und die Abschlußfahrt nach St. Ulrich am Pillersee (Österreich).

1994 – 1997: Besuch der HöHa Wipperfürth

Irgendwann wurde man in der Realschule auch mal auf das Thema „Zukunft“ und „Berufswunsch“ angesprochen und es galt der allgemeine Tenor, daß man nach der Realschule noch die Höhere Handelsschule besuchen sollte wenn man einen kaufmännischen Beruf später einmal ergreifen wolle. Diesem Vorschlag kam ich gerne nach… wo doch die HöHa nicht weit entfernt, in der Nachbarstadt Wipperfürth, war.

hoeha_wipp
HöHa Wipperfürth

In der Unterstufe war ich ein wenig „unmotiviert“ in puncto lernen und Arbeiten schreiben und so kam es, daß mir die Fächer „Kurzschrift“, besser bekannt als Stenographie, (damals noch Pflichtfach) und Mathematik kurzerhand die Versetzung in die Oberstufe streitig machten. Eine entsprechende Nachprüfung nach den Sommerferien endete leider auch nicht wie gewünscht und so durfte ich die Unterstufe noch einmal durchlaufen. Und, ganz ehrlich gesagt… geschadet hat es nicht.

Auch in dieser Schule zeichnete sich ab wo mein Weg mal hingehen würde… Informatik und alles was mit dem Bereich der IT zu tun hatte interessierte mich immer mehr wie alle anderen Fächer. Außer vielleicht Sport… da konnten wir sehr oft Hallenhockey spielen: ein geniales Spiel!

1997 – 2000: Berufsausbildung

Der Weg vom Schüler zum Auszubildenden war mit einigen Stolpersteinen gepflastert: im Bereich der IT strebte ich einen Ausbildungsplatz als „EDV-Kaufmann“ an. Leider gab es im näheren Umfeld keine Firma die einen Ausbildungsplatz dafür im Angebot hatte. In Düsseldorf hätte ich bei einem Autohaus unterkommen können und hätte diese Stelle auch bekommen… wenn ich nicht zu weit entfernt gewohnt hätte. Also blieb nur eins: umorientieren.

EHRA-logoDurch einen puren Zufall wurde mir eine Anzeige eines in der Nachbarstadt ansässigen Elektro-Fachgroßhandels zugespielt der jedes Jahr Auszubildende zum Groß- und Außenhandelskaufmann, Fachrichtung Elektrotechnik, sucht. Ich sendete meine Bewerbungsunterlagen ein, wurde zum Einstellungstest und anschließend zum Vorstellungsgespräch eingeladen und… bekam die Ausbildungsstelle. Die Freude zu Hause war groß!

3 Jahre später schloß ich meine Ausbildung erfolgreich ab und wurde sogar übernommen. Dies war der Grundstein für eine bis heute anhaltende, erfolgreiche, Arbeitnehmertätigkeit.

2000 – 2001: Wehrdienst

Kurz nach der erfolgreichen Berufsausbildung bekam ich Post und wurde zum 10-monatigen Grundwehrdienst einberufen. Ich kann bis heute nicht verstehen, warum die Wehrpflicht in Deutschland abgeschafft wurde… manch einem würde sie heutzutage auch noch ganz gut tun um Disziplin und Ordnung zu erlernen. Nun ja…

17._LwAusbRgt_32 Monate Grundausbildung verbrachte ich im wunderschönen Roth bei Nürnberg in den Reihen des 17. Luftwaffenausbildungsregiments 3 (kurz: 17./LAR 3) – Otto-Lillienthal-Kaserne. Alle millitärisch notwendigen Grundkenntnisse wurden mir und meinen Kameraden dort vermittelt. Am Ende der Grundausbildung durften wir uns dann SanSoldat (Krankenpflege) nennen – im Grunde also ein Krankenpfleger in Flecktarn der gelernt hat sich im Gelände zu orientieren und wenn es sein muß, sich mit seiner Dienstpistole zu verteidigen.

6flarakgrp21Nach der Grundausbildung ging es für die verbleibenden 8 Monate in unsere Stammeinheiten. Für mich hieß dies, daß ich in die gleiche Kaserne kam wie mein Bruder (der Zeitsoldat war): [highlight]in der Nutscheid-Kaserne in Waldbröl waren ab dem Tag 2 Frenzel im Dienst[/highlight]. Der eine in der Fahrbereitschaft (6./FlaRakGrp 21)… der andere in der Sanitätsbereitschaft (6./LwSanBschft 21).

bundeswehr3
Mein Bruder (li.) und ich (re.) während der gemeinsamen Zeit beim Bund

Die Zeit in der Nutscheid-Kaserne verging leider viel zu schnell und ich spielte mit dem Gedanken mich für ein paar Jahre zu verpflichten. Von diesem Vorhaben nahm ich dann allerdings sehr schnell Abstand: ich hatte während meiner Dienstzeit geheiratet und wir erwarteten gegen Ende meines Wehrdienstes unser erstes Kind. Im Rückblick kann ich jetzt auch guten Gewissens sagen, daß es die richtige Entscheidung war ins zivile Leben zurückzukehren da die Umstrukturierung der Bundeswehr einiges durcheinander gewürfelt hat und der Standort Waldbröl kurze Zeit später geschlossen wurde.

seit 2001: Beruflicher Werdegang und Privates

altes-buro-2
Mein altes Büro… klein und im Sommer extrem warm

Zurück im Beruf startete ich vorerst in der Abteilung Preisverwaltung meines ehemaligen Ausbildungsbetriebes durch. Ich kalkulierte Artikel für unseren Artikelstamm, war für die Stammdatenpflege mitverantwortlich und pflegte Konditionen für unsere Kunden in unser Warenwirtschaftssystem ein.

Nach und nach veränderte sich jedoch mein Aufgabengebiet immer mehr in Richtung der IT-Betreuung und Verwaltung da ich mit meinem privat angelernten Wissen viele Arbeiten erledigen konnte die zuvor immer von externen Diensleistern getätigt wurden.

Privat tat sich auch einiges. Nach meiner Tochter Michelle (geb. 2001) kamen 2003 meine Tochter Melissa und 2005 meine Tochter Milena zur Welt.

neues-buro-1
Nach dem Umzug: das neue Büro ist groß und hell. Klimaanlage inkl.!

2004 zog ich mit der Firma vom altehrwürdigen Gebäude (dem bisherigen Stammsitz) in einen Neubau „um die Ecke“. Für mich als IT-Betreuer und meine Kolleginnen und Kollegen bedeutete dies viel Schlepperei und Installationsarbeiten… aber es hat sich gelohnt. Mit neuen Büros (viel mehr Platz) wurden wir für alle Strapazen entschädigt.

Im Jahr 2005 erfolgte dann ein Wechsel innerhalb des Großhandelverbandes und der Einzug einer komplett neuen IT-Infrastruktur inkl. des Wechsels der Warenwirtschaftssoftware von einem alten System auf UNIX-Basis hin zu einem modernen System das auf einer Oracle-Datenbank und Windows-Client-Software aufsattelt. Viele Vorbereitungsgespräche und Projektplanungsstufen später schalteten wir zum Jahreswechsel 2005 auf 2006 um. Meiner einer erhielt irgendwann zwischendurch den Titel des Systemadministrators und war somit unmittelbar mit dem Technikwechsel betraut.

01.01.2006: Das Leben gerät aus den Fugen

mama_portrait
Meine „Mum“: 28.10.1950 – 01.01.2006

Der 01.01.2006 ist bis dato der schlimmste Tag in meinem Leben. An diesem Tag verstarb unsere geliebte „Mum“ nach 10 Jahren des schier endlosen Kampfes gegen Krebs. Bereits Tage zuvor saßen wir Kinder immer jeden Abend an ihrem Krankenbett und hofften… bangten… beteten…

Zusammen mit meiner ältesten Schwester Sandra und der ältesten meiner beiden jüngeren Schwestern, Sarah, waren wir am Bett unserer Mama als sie nach langen Tagen des Leidens in der Uni-Klinik Essen verstarb.

Wut, Trauer und Tränen vermischten sich an diesem Abend mit dem Gefühl, daß sie jetzt erlöst ist als sie für immer ihre Augen schloss. Die Gefühle die man in solchen Augenblicken erlebt kann man gar nicht richtig beschreiben da sie so komplex sind.

Nach diesem Tag geriet mein Leben aus seinen Fugen. Ich mag jetzt nicht Entscheidungen die ich damals traf mit dem Tod meiner Mama entschuldigen. Aber dieses Erlebnis hat seinen Teil dazu beigetragen das sich mein Leben grundlegend veränderte.

2006: Alles verändert sich

Mitte des Jahres wurde mein Sohn, Maximilian, geboren. Von seiner Ankunft erlangte ich kurz vor dem Tod meiner Mama Kenntnis. Ein Sohn… ein „Stammhalter“… jetzt fehlte nur noch Haus und Garten sowie das Pflanzen diverser Bäume für meine 4 Kinder.

Aber ich entschied mich anders: ich trennte mich von meiner Ehefrau und unseren 4 Kindern und zog in eine eigene Wohnung. Die genauen Gründe dafür sollten nicht im Internet dargestellt werden… wir beide (meine damalige Ehefrau und ich) wissen welche Fehler wir beide gemacht haben und was wir hätten ändern müssen um das Ruder nochmals rumzureißen. Aber manchmal laufen die Dinge im Leben eben anders wie man sich das vorstellt. Ich bin froh, daß wir heutzutage wieder ein gutes Verhältnis zueinander haben.

Ich flüchtete mich immer tiefer in virtuelle Welten und versuchte dadurch irgendwie meinen Verlust zu kompensieren. Eine sehr utopische Vorstellung!

Ohne professionelle Hilfe wäre ich wohl nie mehr aus meinem depressiven Tal herausgekommen. Was blieb sind Schlafstörungen die ich aber mittlerweile prima mit meiner IT-Bastelei in Verbindung gebracht habe… und, mal ehrlich… Schlaf wird doch komplett überbewertet, oder? 😉

Gegenwart

Seit einigen Jahren lebe ich nun wieder in einer festen Partnerschaft. Und wie es der Zufall so will versteckt sich auch in dieser Beziehung eine Herausforderung. Der Sohn meiner Freundin liegt ganz knapp an der Grenze zur Hochbegabung und hat dazu noch ADHS. Irgendwie möchte mein Schicksal wohl sicherstellen, daß es in meinem Leben nicht zu langweilig wird. 🙂

Egal welche Herausforderungen und Prüfungen noch da draußen auf mich warten… ich bin mir sicher, daß ich mit Familie und Freunden alle mir gestellten Aufgaben meistern kann.

Bedanken möchte ich mich jetzt auch bei jedem, der diesen Text hier bis zum Ende gelesen und durchgehalten hat.

Markus 2012
2012 am Strand bei Kiel